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Most war unser bisher schwierigster Rennevent. Es herrschte sintflutartiger Regen im ersten Qualifying. Bäche liefen über die Strecke, alle Fahrer hatten größte Mühe, ihre Autos auf der Strecke zu halten. Etwas zu schnell angegangen ist es der Top-Regen-Favorit Sigi Pfeiffer auf seinem pfeilschnellen Norma BMW V8 mit über 500 PS. Er kam beim Bremsen auf Turn 3 voll auf Aquaplaniung, schlitterte in die Auslaufzone und musste anschließend w.o geben. Unser Team erreichte den soliden 5. Startplatz in der Division 1. Das Rennen fand dann am darauffolgenden Tag bei besten äußeren Bedingungen statt. Sehr viele einheimische Zuschauer säumten die Strecke. Es herrschte Volksfestcharakter. Wir konnten uns im Rennen nach vorne arbeiten und belegten den tollen 2. Platz beim hochstehenden FIA EM Lauf. Beim Rennen der SCC lief dann aber alles schief, was schieflaufen kann. Im Quali mussten wir schon kurz nach der Boxenausfahrt das Auto im Gras abstellen. Die Batterie quittierte ihren Dienst. Da das Auto zu spät an die Box zurückkam, konnte die Batterie nicht mehr gewechselt und so keine gezeitete Runde mehr gefahren werden. Die Konsequenz war der letzte Startplatz. Mit Problemen ging es dann weiter. Kurz vor dem Rennen ließ sich der Motor nicht mehr starten. Der Anlasser gab ausgerechnet jetzt seinen Geist auf. Drama pur. Nach Rücksprache mit der Rennleitung wurde uns immerhin erlaubt, das Auto beim Vorstart anzuschieben. Die SCC hat ja einen fliegenden Start, dem eine Aufwärmrunde voraus geht. Nach dem 30 Sek. Zeichen legte Roland den ersten Gang ein und ließ sich anschieben. Nach dem Lösen der Kupplung sprang der Bolide mit stotterndem Motor an. Schnell schloss er auf das Feld auf, das sich jetzt in der Formationsrunde (d.h. jedes Auto nimmt die Position gem. Quali ein) befand. Bei Start/Ziel schaltete die Ampel auf grün, alle Fahrer beschleunigten voll. Roland scherte rechts aus und machte eine Menge Plätze gut. „Als Letzter hat man den Vorteil, dass man aufgrund der guten Übersicht etwas früher aufs Gas steigen und sich in öffnende Lücken stürzen kann. Ich konnte mich so bis Thomas Amweg, dem mehrfachen Schweizer Formel 3 Meister - der aus dem Mittelfeld startete, vorarbeiten. Später, bereits an der dritten Stelle liegend, sackte die Drehzahl plötzlich ab und der Wagen blieb stehen. Der Kurbelwellensensor sendete keine Signale mehr an die Steuereinheit. Das war echt bitter. “, schilderte Roland seinen Rennlauf. Vom Defektteufel geplagt waren auch Peter Kohrmann (Getriebeschaden), Philip Wilhelm (Motorschaden) und das Praga Racing Team (Motorschaden, an zweiter Stelle liegend). Souverän gewonnen hat das befreundete Team Fiedler Motorsport mit Fahrer Andreas Fiedler.
Gefahren wurde mit einem 2013er Sportwagen der Marke Norma M20F Kompressor mit 400PS und einem Gewicht von nur 595 kg. Dieser basiert auf modernster Formel 3 Technik und wird je nach Strecke auf bis zu 300 km/h übersetzt. Die Beschleunigung von 0-100 km/h liegt knapp unter 3 Sekunden. Ein Kilogramm Gewicht wird von 0,70 PS (Formel 1 = 1,20) bewegt, daher sind Frontal- und Querbeschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Bremsverzögerung enorm. In schnellen Kurven werden ähnlich der Formel 1 bis zu 3,3 g gemessen.